Vom Regen in den Himmel

Morgens ist alles in Wolken. Da das Wetter im Laufe des Tages sonniger werden soll und wir nur wenige Stunden bis zum Brunnenkogelhaus haben, frühstücken wir erst einmal ausgiebig und lassen uns überhaupt viel Zeit mit dem Aufbruch. So wird es 10:30 Uhr, bis wir loskommen. Es regnet. Unterwegs lässt der Regen nach, die Sonne . . .

Akklimatisationstour zum Fräulasloch

Die erste Hütte auf unserer geplanten Runde, das Brunnenkogelhaus, liegt auf 2.739 m. Von 0 direkt auf die Höhe resultiert bei mir in Kopfschmerzen und Tränensäcken unter den Augen – Akklimatisation fällt mir halt nicht mehr so leicht wie in meiner Jugend. Deswegen verbringen wir zwei Nächte in knapp 2.000 m auf Kleble und auch . . .

Söldens stille Seite

Freitag, 12.9.2025 Sölden liegt im Tiroler Ötztal und ist vor allem Skifahrern bekannt: als mondäner Ort mit allem, was des Skiläufers Herz begehrt: 146 Pistenkilometer, 31 Liftanlagen, die selbst vor zwei Gletschern nicht halt machen und diverse Après-Ski-Möglichkeiten. Da das mit dem Schnee im Sommer schwierig ist, hat sich der Ort mittlerweile auch zur angesagten . . .

TransLagorai – Tag 6 und Finale

Dienstag, 12.8.2025 Kurz nach dem Hellwerden stehe ich auf. Um 7 Uhr verlasse ich das „Basislager“. Ich habe vor, über das Bivacco Aldo Moro (fünf Stunden) hinauszulaufen bis zum nächsten See. Denn erstens will ich nicht noch einmal mit der Jugendgruppe gemeinsam campieren (falls sie auch in die Richtung laufen) und zweitens ist es mir . . .

TransLagorai – Tag 5

Montag, 11.8.2025 Nach einem Frühstück komme ich um Acht weg. Der Weg liegt noch im Schatten, was prima ist, da ich erst einmal 600 Meter hinauf muss. Wahnsinnig steil zieht sich der Weg den Waldhang hinauf. Sehr angenehm, dass die Sonne hier noch nicht hinkommt. So bin ich nach einer halben Stunde schon 200 Meter . . .

TransLagorai – Tag 4

Sonntag, 10.8.2025 Noch bevor die Sonne mein Zelt erreicht, kommt ein leichter Wind auf, der von den bereits angewärmten Gipfeln ins noch kühle Tal zieht. Auch heute verwöhnt wieder ein tiefblauer Himmel meine Augen. Da es nach Karte vorerst durch alpines, zeltunfreundliches Gelände zu gehen scheint, habe ich vor, heute bis zum Rifugio Cauriol durchzulaufen. . . .

TransLagorai – Tag 3

Samstag, 9.8.2025 Um Viertel vor sieben streichelt die Sonne mein Zelt, das heute komplett trocken ist: die ganze Nacht ging ein leichter Wind. Perfekt! Ansonsten hat der Vollmond für eine ziemlich helle Nacht gesorgt, so, also hätte ich ein Zimmer mit Fenster zur Straßenlaterne. An der Quelle fülle ich meine Wasserflaschen wieder auf. Gestern habe . . .

TransLagorai – Tag 2

Freitag, 8.8.2025 Um halb elf in der Nacht werde ich wieder wach. Mir ist kalt, die Blase drückt und dann friert man ja ohnehin leichter. Also nix wie raus zur Druckentlastung – Wow! Die Sterne! Keine Wolke mehr! – und anschließend mit einer zusätzlichen Schicht zurück unter den Quilt. Am Morgen sind es nur fünf . . .

TransLagorai – Spoiler und Tag 1

Spoiler Einige von Euch wundern sich wahrscheinlich, wieso ich noch nichts von mir habe hören lassen. Aber wie erwartet, ist die Netzabdeckung im Lagorai recht dünn und auf den wenigen Hütten, die ich passiert habe, war das WLAN für Gäste nicht verfügbar. Jetzt sitze ich in einem Bistro in Bozen, warte bei 35 Grad im . . .

Bitte suchen Sie sich eine neue Verbindung

Mittwoch, 6. August 2025 Warnung: wer nur von meiner Wanderung lesen möchte, liest besser erst morgen weiter! Um halb sechs wache ich auf. Da der Wecker ohnehin in einer halben Stunde klingelt, kann ich auch jetzt schon aufstehen. Leise natürlich, so kann wenigstens Uta, die mich nachher zum Bahnhof fahren will, die zusätzlichen Minuten noch . . .

Translagorai

Trans was? Der Lagorai ist eine Gebirgsgruppe der Fleimstaler Alpen im Trentino, südwestlich der Dolomiten. Man kann sie von Trient aus bis zum Rollepass an den Pala-Dolomiten überschreiten. Das nennt sich dann Translagorai. 80 Kilometern Strecke, 5.000 Höhenmeter und nur zwei bewirtschaftete Hütten sind die Kennzahlen der Tour! Dazwischen steht noch die ein oder andere . . .

Durch die Camargue

Sonntag, 15. Juni 2025 Im Laufe des Tages soll die Temperatur auf 34 Grad ansteigen. Da ich unterwegs durch keinen Ort komme, habe ich noch zwei zusätzliche Liter Wasser mitgenommen. Im Moment sieht es allerdings noch nicht nach übermäßiger Hitze aus, sogar ein paar Regentropfen verirren sich auf den Boden. Die ersten 6 km fahren . . .

Der große Hügel, die Bastide und ein Gravel-Abenteuer

Samstag, 14. Juni 2025 In den 1960er Jahren wurde der touristische Kuchen der westlichen Mittelmeerküste hauptsächlich in Spanien verspeist. Das wurmte die Franzosen und so beschlossen sie, im Languedoc-Roussilion einen „großen Hügel“ (frz.: La Grande Motte) zu etablieren, mit Yachthafen, Campingplätzen und natürlich Ferienwohnngen. Wahrzeichen der Stadt sind die vom Architekten Jean Balladur terrassen- und . . .

Touristen, Kanäle und Flamingos

Freitag, 13. Juni 2025 Was für eine Nacht! Die Toiletten teile ich mir mit Schwalben und meinen Schlafplatz mit Mücken, die wiederum von Fledermäusen gejagt werden. Leider mit aus meiner Sicht nicht ausreichender Erfolgsquote. Kommende Nacht suche ich mir wohl doch wieder ein paar Wände um mich herum. Als ich morgens um 7 Uhr losfahre, . . .

Und noch ein Höhepunkt – und ein Abschluss!

Dienstag, 10. Juni 2025 Der Morgen startet mit angenehmen 21°, die Schuhe sind von gestern noch feucht, aber die werden bei den heutigen Temperaturen schnell trocknen. Fünf Kilometer nach dem Start und 16 Stunden nach dem topographischen erreiche ich jetzt den landschaftlichen Höhepunkt der Tour: die Gorges der Galamus. Und diese Schlucht ist einfach fantastisch: . . .

Oben!

Montag, 9. Juni 2025 Was für ein fantastischen B&B! Wunderbar eingerichtete, großzügig gestaltete Zimmer in einer alten Mühle, ein üppiges Frühstück im alten Gebäude, das mit viel Authentizismus restauriert wurde. Geführt wird das „Le Moulin d’entre les Roches“ übrigens von einem Dänen, Ingo, der hier mit Hund, Katze und zwei Eseln lebt (die Esel natürlich . . .