Kosovo, UÇK und zuviel Straße

Donnerstag, 4. Juni 2026 „Heavy rain today“ sagt der norwegische Wetterdienst YR, der mir in den Pyrenäen gute Dienste geleistet hatte, aber hier immer eindeutig zu pessimistisch ist. Da halte ich es lieber mit Wetteronline, wonach es nur einzelne Schauer geben soll. Und selbst die sind auf dem Satellitenbild kaum nachvollziehbar. Nichtsdestoweniger sind die Straßen . . .

Tetovo

Mittwoch, 3. Juni 2026 Ein zunehmend dichter werdender Nieselregen treibt mich in ein Café, dabei habe ich doch gerade erst gefrühstückt. Aber wie habe ich schon in Wales gelernt: Coffee is always a good idea! Immerhin bin ich nur einen Steinwurf von der „Bunten Moschee“ entfernt, meinem ersten Sightseeing-Punkt. Die wurde bereits 1495 errichtet. Davon . . .

Taxi bitte!

Dienstag, 2. Juni 2026 Die Route nach Mavrovo verläuft über etliche Kilometer auf der A2 / E65. In der Facebook-Gruppe zur TransDinarica habe ich dazu schon Warnungen gelesen und da ich bereits ein entsprechendes Verkehrserlebnis hatte, erspare ich mir ein zweites und nehme ein Taxi bis zum Abzweig nach Mavrovo. Nachdem ich das Rad angemeldet . . .

Idyllische Anstrengung und eine unerwartete Begegnung

Mo, 1. Juni 2026 Am Morgen geht es erstmal steil auf Kopfsteinpflaster aus dem Ort heraus. Wenn ich gestern schon nicht schieben durfte, so kann ich heute wenigstens gleich damit anfangen. Das Kopfsteinpflaster hört auf, die Straße wird glatt und weniger steil. Los geht’s! Anfänglich durch Buchen- später dann durch Kiefernwald fahre ich nun auf . . .

Bitola – zwischen Geschichte und Urbanität

Samstag, 30. Mai 2026 Nach der TD-Beschreibung scheint Bitola für mehr als einen „one night stand“ gut zu sein. Also schiebe ich einen Sightseeing-Tag ein. Er beginnt auf dem Bazar. Der Bazar entwickelte sich bereits im 14. Jhd. unter osmanischer Herrschaft, wurde im 15. Jhd. überdacht und brannte aufgrund der hölzernen Konstruktionen mehrmals nieder. Türken, . . .

Ein Traumtag

Freitag, 29. Mai 2026 Ein bisschen Bammel habe ich vor der heutigen Strecke mit 1.400 Höhenmetern ja schon. Andererseits: hatte ich so etwas schonmal? Naja, nicht ganz! Habe ich zwischendurch schieben müssen? Ja! Habe ich es trotzdem geschafft? Ja! Also: wird schon! Es ist noch frisch, als ich kurz nach Sieben losfahre. Deswegen ist auch . . .

Der Heilige Naum von Ohrid

Donnerstag, 28. Mai 2026 Ich starte bei Traumwetter und idealen 18 Grad Fahrradtemperatur in Ohrid, wo ich mich beim Bäcker noch mal mit Proviant für den Tag versorge. Dann geht es am See entlang. Im Schilf quaken die Frösche, während Straßenfeger die Promenade reinigen und Jogger die kühlen Morgentemperaturen für eine Trainingsrunde nutzen. Alle paar . . .

Ohrid – Stadt des Lichts

27. Mai 2026 Stadt des Lichts – So ist zumindest die wörtliche Übersetzung des griechischen Namens „Lychnidos“. Das touristische Leben pulsiert in den Gassen der Stadt und natürlich am Hafen. Von hier starten die zahllosen Ausflugsboote auf den Ohridsee, der verkehrstechnisch keine Bedeutung hat, aber für den Tourismus so wertvoll ist wie für die Fischerei. . . .

Viel Verkehr und ein neues Land

26. Mai 2026 Vorbei an Gebrauchtwagenhäusern und Reparaturwerkstätten fahre ich aus dem Ort raus und auf eine leider stark befahrene Straße, die zugleich eine Riesen-Baustelle ist. Ich war durch die Routenbeschreibung zwar darauf vorbereitet, aber der viele Verkehr macht mich trotzdem nervös. Ich muss darauf achten, dass ich nicht in die Kette Nervosität, Adrenalin, Fluchtreaktion . . .

Balkan, ich komme!

Die Dinariden schließen die Adria nach Nordosten hin ab. Dieses 600 km lange Gebirge entstand gemeinsam mit den Alpen über einen Zeitraum von rund 100 Millionen Jahren, ein Prozess, der sich in abgeschwächter Form bis heute fortsetzt. Das dinarische Gebirge reicht von den Julischen Alpen in Slowenien über den Velebit in Nordwest-Kroatien, Bosnien und Herzegowina, . . .