Das Ende des vierten Abschnitts

Montag, 18. Juli Beim Abendessen saß ich mit zwei sehr unterschiedlichen und interessanten Frauen zusammen. Neus (sprich: Nee-uss), eine glühende Katalanin mit einer in die Franco-Ära zurückreichenden tiefsitzenden Verachtung für die Monarchie tat sich mit Englisch etwas schwer, versuchte es der gemeinsamen Unterhaltung zuliebe aber sehr erfolgreich. Wo ihr das Vokabular fehlte, half Domitille, eine . . .

Noch mehr Seen, Wasserfälle – und Andorra

Freitag, 15. Juli Die Vögel zwitschern, es dämmert. Und wie jeden Morgen fläzt sich ein Teufelchen auf meiner Schulter und sagt: „Bleib ruhig noch ein bisschen liegen, es ist so schön warm hier.“ Auf der anderen Schulter trippelt ein Engelchen schon nervös von einem Bein aufs andere und sagt: „Komm, steh auf, sonst kommst du . . .

Einsame Berge

Dienstag, 12. Juli Eigentlich gibt es im Refugi Rosta erst um 8:00 Frühstück. Da Salardú nur auf 1.250m Höhe liegt, wäre die Sonne schon da, wenn ich loslaufe. Das passt mir eigentlich nicht, weil es dann schnell zu heiß wird. Dankenswerter Weise hat sich die venezolanische Küchenkraft bereit erklärt, mir das Frühstück schon um 7:30 . . .

Eine Erkenntnis und noch mehr Seen

Freitag, 8. Juli Der Sturm hält die ganze Nacht hindurch an. Mal knattern Fallwinde vom Aneto herunter, mal rauschen Böen von der Seite heran und lassen das Zelt beben und dann – nach einem kurzen Moment scheinbarer Ruhe – heult es vom Tal hoch und lässt die Zeltwände flattern und knallen. Bis zum Morgen hat . . .

Zu heiß, zu nass, zu stürmig

– durch Posets und Maladeta – Jetzt habt ihre lange nichts mehr von mir gehört, aber das liegt natürlich daran, dass die Gegenden, durch die ich laufe, oft so abgelegen sind, dass es selten überhaupt einen Netzzugang gibt, geschweige denn, ein zuverlässiges WiFi. Ich werde die letzten Tage jetzt, da ich mal einen Ruhetag eingelegt . . .

Ins Herz der Pyrenäen

Eins vorweg: Ihr könnt meiner Tour nahezu in Real-Time folgen, der GPS-Tracker macht’s möglich! Klickt oben auf das „P“ im Kreis und ihr seht die Karte mit meinem bisherigen Wegverlauf. So, nach der Einleitung wisst ihr natürlich schon, dass es trotz des gefräßigen wie zerstörerischen Zwischenfalls weitergeht: In Gavarnie konnte ich eine neue Isomatte kaufen . . .

Akklimatisation mit Hindernissen

In Gavarnie angekommen, sind alle Zweifel nur noch nächtliche Schatten. Der Ort selber ist zwar nicht schöner als letztes Jahr, aber das Panorama ist über alle Zweifel erhaben. Und der Himmel ist so blau, da kommt nur noch unbändige Lust auf die nächsten Wochen auf. Da ich direkt aus dem Flachland komme, habe ich mir . . .

Vor dem Start

Am Tag der Abreise sind meine Gefühle durchaus zwiespältig. Einerseits freue ich mich natürlich auf tolle Erlebnisse, fantastische Landschaften und darauf, nach rund 500 km zu Fuß schließlich am Mittelmeer anzukommen.Andererseits lasse ich Uta wieder mehrere Wochen alleine, werde ich auch selber immer wieder allein sein. Wird sich das mehr nach Freiheit anfühlen oder mehr . . .

Ausrüstungs-Änderungen

Im Juli geht es an die Fortsetzung meiner Pyrenäen-Überschreitung. Mit den Erfahrungen vom letzten Jahr habe ich ein paar Ausrüstungsgegenstände ausgetauscht, hinzugenommen oder weggelassen. Dabei hatte ich zwei Ziele: noch mehr Gewicht einsparen, weil: je weniger ich tragen muss, desto leichter geht’s. auch im Zelt komfortabler schlafen, weil: je entspannter die Nacht, desto leistungsfähiger der . . .

Wandern für den Wiederaufbau

Seit dem letzten April-Wochenende und noch den ganzen Mai hindurch läuft im Ahrtal die Aktion „Wandern für den Wiederaufbau“. Dabei präsentieren sich die Gemeinden Altenahr, Mayschoss, Rech und Dernau mit Wein- und Imbissständen entlang des Rotwein-Wanderwegs. Und warum nicht Wein trinken für den guten Zweck? Es gibt schlechtere Gründe! Sonntags, am 1. Mai fahren wir . . .

Gräfenberg

Eigentlich hatten wir für heute den 5-Seidla-Steig geplant. Von den dabei zu besuchenden fünf Brauereigasthäusern sind lt. Internet heute wohl nur zwei geöffnet: das Lindenbräu, in dem wir übernachten, und Friedmanns Bräustüberl, vom Lindenbräu nur 4 Minuten zu Fuß entfernt. Und dafür sollen wir einen Umweg von 18 km machen? Wir planen um: es gibt . . .

Der „Bierquellen-Wanderweg“

Die Autofahrt von Pottenstein nach Büchenbach dauert nur 17 Minuten. Eigentlich. Außer, man hat einen Mähdrescher samt Anhänger vor sich und noch ein paar einspurige Baustellen, deren Fahrbahnbreite nicht ganz an den Mähdrescher heranreicht. Aber wie das Leben so spielt: schließlich sind wir doch am Brauereigasthof Herold, um das Auto zu parken. Und trotz der . . .

Pottenstein

Mitten in der Fränkischen Schweiz liegt Pottenstein. Hier ist unser nächster Übernachtungsort, den wir natürlich morgens schon anfahren. Danach bleibt das Auto stehen – man weiß ja schließlich nicht, was der Tag noch so bringt. Das Hotel hat zwar heute Ruhetag, aber gebucht ist gebucht und wir bekommen sogar bei unserer Anreise am späten Vormittag . . .

„a U“ oder zum Schlenkerla?

Der Titel dieses Beitrages ist, zugegeben, etwas kryptisch, aber keine Bange: das klärt sich gleich! Wir sind in Bamberg, der Stadt mit der größten Brauereidichte Deutschlands und damit dem perfekten Ausgangspunkt für unsere Bildungsreise auf den Spuren fränkischer Brauereikunst. Aber zunächst beginnen wir mit zeitgenössischer, bildender Kunst in Form einer Gruppe von acht hockenden Männern . . .

Fränkische Brauereiwanderwege

Eigentlich sind Leo und ich ja einmal pro Jahr gemeinsam unterwegs. Im letzten Jahr hat’s nicht geklappt, weil … ja, klar! Dieses Jahr stand dem meine Pyrenäen-Planung entgegen, sodass Leo kurzerhand auf Madeira unterwegs war – auch nicht schlecht! Aber um das Nicht-gemeinsam-Wandern nicht zur Tradition werden zu lassen, haben wir uns, der Jahreszeit trotzend, . . .

Gavarnie und Schluss

Mi/Do, 22./23.9. Gavarnie ist kein schöner Ort, vielmehr ein Mix aus wenigen stilvollen (älteren) Gebäuden und vielen unschönen Zweckbauten, die offenbar nur dem Zweck dienen, den Touristen das Geld aus dem Portemonnaie zu locken. Gäbe es den vom Ort aus bereits sichtbaren „Cirque de Gavarnie“ nicht, einen grandiosen Talkessel mit seiner 422 Meter hohen „Grande . . .

Back on Track und ein Dreitausender – von Lescun nach Gavarnie

Nach mehreren Tagen ohne Handy-Empfang oder WLAN mal wieder ein Beitrag – dafür umso länger! Di, 14.9. Ich verlasse das Gîte mit einem lachenden und einem weinenden Auge: jeden Tag frische Salate, jeden Tag Wasser und Wein zum Essen: da kann man sich schon dran gewöhnen. Die nächsten Tage gibt es dann wieder keine frischen . . .