Mittwoch, 17.9.25

Im Rückblick auf die alte Bergbausiedlung St. Martin am Schneeberg lässt sich das geschäftige Treiben und der Lärm erahnen, die einstmals hier geherrscht haben müssen. Auf unserem Anstieg zur Gürtelscharte (2.666 m) kreuzen wir dann den Schneebergzug mit seinen leuchtend weißen Gesteinen. Ich komme nicht umhin, ein kleines Stück mitzunehmen. Ich bin sicher, meine Enkelin freut sich, wenn „die Opa“ ihr einen kleinen weißen Marmor mitbringt.


Vom Joch weht ein eiskalter Wind herab, der die Hände in Tiefkühlregionen treibt. Aber erst an einer windgeschützten Stelle kann ich mich dazu durchringen, stehen zu bleiben und die Handschuhe aus dem Rucksack zu holen. Auch die Anoraks ziehen wir jetzt an.





Auf dem Joch öffnet sich der Blick zum Timmeler Schwarzsee, den wir nach drei, zum Glück windarmen Kilometern erreichen. Ein echt schönes Fleckchen Erde, fehlt nur die Sonne. Trotzdem gibt’s hier eine recht ausgiebige Mittagspause, die lediglich durch unser Temperaturempfinden beendet wird.

Noch ein Übergang steht uns bevor: die Windachscharte (2.846 m). Mit wunderbaren Rückblicken auf den See steilt sich der Weg immer weiter auf, ist dabei aber prima ins Gelände gebaut. Ein paar Gämsen sehen wir in einiger Entfernung, die aber viel zu scheu sind, uns näher heran zu lassen.

Oben angekommen überschreiten wir die Landesgrenze. Waren wir vorhin noch in Südtirol und damit in Italien, geht der nächste Schritt wieder nach Österreich hinein. Wir sehen schon unser heutiges Ziel, die Siegerlandhütte. Über viel Blockwerk und Schutt geht es hinunter. Der immer noch kalte Wind treibt uns dann schnell in den Winterraum, wo wir erst einmal den Ofen anheizen, Wasser holen und uns dann gemütlich für den Abend und die Nacht einrichten.

