Morgens ist alles in Wolken. Da das Wetter im Laufe des Tages sonniger werden soll und wir nur wenige Stunden bis zum Brunnenkogelhaus haben, frühstücken wir erst einmal ausgiebig und lassen uns überhaupt viel Zeit mit dem Aufbruch.
So wird es 10:30 Uhr, bis wir loskommen. Es regnet.

Unterwegs lässt der Regen nach, die Sonne traut sich durch die ein oder andere Wolkenlücke und lässt die nassen Kiefernäste in vielen Leuchtpunkten erstrahlen. Fiegls Gasthaus bietet eine willkommene Gelegenheit für eine Kaffeepause.
Kurz drauf müssen wir die Windache überqueren. Eine schmale Brücke führt hinüber, vor der ein Schaftransporter steht. Aus Richtung der Brücke gibt es kein Ausweichen, sie dient als Zutriebsystem. Mit einem großen Schritt übersteigen wir die Rampe und dann nix wie rüber über die Brücke, bevor der Gegenverkehr kommt. Der kommt uns allerdings erst im Wald entgegen: vorneweg ein Schäfer mit einem Futtersack, dahinter vierzehn hungrige Schafe, hell mit dunklen Köpfen, die natürlich nicht an das Futter kommen, bevor sie über die Brücke und im Transporter sind.

Durch Flechten-behangenen Zirben- und Lärchenwald erreichen wir ein Hochplateau mit einem herrlichen Blick zu den Stubaier Alpen. Hier ist es sonnig und gleichzeitig windstill. Gibt es einen besseren Platz für eine Mittagspause?








Von hier aus ist es noch eine Stunde, die uns in die Felsregion und zum Brunnenkogelhaus bringt, das einem Adlerhorst gleich auf der Spitze des Brunnenkogels steht. Dem Himmel ganz nahe öffnet sich urplötzlich der Blick nach Westen in die zentralen Ötztaler Alpen. Das Gurgler und das Venter Tal liegen ausgebreitet vor uns. Unvergleichlich auch der Blick auf den Doppelgipfel der Wildspitze, die diesmal wolkenfrei vor uns liegt.


Wir genießen einen himmlischen Apfelstrudel auf der windstillen Sonnenterrasse in 2.738 m Höhe.


Am Abend versuche ich mich an einem Zeitraffer-Film zur Dämmerung – wenn’s was geworden ist, taucht das Ergebnis vielleicht demnächst bei YouTube auf 😊

Wundernschön,diese Berge mit ihren unterschiedlichen Stimmungen .Blaubeeren im roten Laubkleid – Inbegriff eines klaren Herbsttages .Deine Anstrengungen beim Wandern in diesen z T. sehr anspruchsvollen Gekände werden reichlich belohnt,z B mit fantastischen Weitblicken, einer Hütte
mit 360 Grad Panorama und ….. Apfelstrudel der leckersten Sorte .
Da könnte ich neidisch werden,freue mich aber mit dir: keine Touristenschwärme, keine Schulkinder…Also,weiterhin tolle Wandertage euch beiden!
Und das war ein richtiger Apfelstrudel: mit hauchdünnem Strudelteig! Lecker!
Professioneller Cliffhanger, um Lust auf das YouTube-Video zu machen 😉
😁
Was für eine tolle Tour!! Danke fürs Teilen.
Immer wieder gerne 😊