Söldens stille Seite

Freitag, 12.9.2025

Sölden liegt im Tiroler Ötztal und ist vor allem Skifahrern bekannt: als mondäner Ort mit allem, was des Skiläufers Herz begehrt: 146 Pistenkilometer, 31 Liftanlagen, die selbst vor zwei Gletschern nicht halt machen und diverse Après-Ski-Möglichkeiten. Da das mit dem Schnee im Sommer schwierig ist, hat sich der Ort mittlerweile auch zur angesagten Bike-Location entwickelt.

Auf der „anderen Seite“, nach Osten hin und zu den Stubaier Alpen, ist es viel weniger trubelig. Leo, der die Gegend wie seine Westentasche kennt (u.a., weil er dort botanisch gearbeitet hat), hat „Söldens stille Seite“ 2021 erwandert, als ich in den Pyrenäen war. Seine Eindrücke hat er in einem Fotobuch festgehalten, von dessen Cover das Beitragsfoto stammt. Diese Rundtour um das Windachtal und die Timmelsalm hat ihm so gut gefallen, dass er sie gerne noch einmal mit mir laufen wollte. Prima! Ich bin gespannt!

Für Spannung sorgt auch mal wieder die Bahn, die mich Ötztal-Bahnhof erst auf der vierten Alternativroute erreichen lässt – die vorherigen drei gebuchten Verbindungen fielen technischen Problemen, fehlenden Zugteilen und sonstigen Verspätungsursachen zum Opfer.

Beim Aufstieg von Sölden zur Kleblealm versinkt der Verkehrslärm langsam im Rauschen der Ötztaler Ache. Nur das „Uffda-Uffda-Uffda“ aus den ungeheuer potenten Lautsprechern irgendeines Bike-Events verfolgt mich bis fast auf die Alm.

Trotzdem: um Sieben, als Kleble sich langsam in Wolken kleidet, bin ich oben, wo Leo mich bereits erwartet.

Kleblealm
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