HRP – Fazit

Nun, da ich bereits seit ein paar Tagen wieder zu Hause bin, haben sich meine Gedanken soweit sortiert, dass es Zeit wird für ein Fazit meiner Pyrenäen-Überquerung. Wie war es denn so? Zunächst einmal: Die Tour war großartig. Und sie war anstrengend. Ich habe geschwitzt und (selten) gefroren. Es war einsam und es war erhebend. . . .

Ankunft

Freitag, 29. Juli Beim Rückblick auf die Autobahn fällt mir auf, dass sich hier nicht nur physisch, sondern auch symbolisch zwei Wege kreuzen. Dort die Schlagader für den Personen- und Güterverkehr von Frankreich nach Spanien und von Spanien nach Frankreich. Dort sind diejenigen unterwegs, die schnell von einem Ort zu einem anderen wollen und für . . .

MediterraNähe

Mittwoch, 27. Juli Nachdem ich meine Füße gestern Nachmittag nach dem Abstieg vom Refuge de Batère auf dem Campingplatz von Arles-sur-Tech  weitgehend geschont habe, sind sie mir heute morgen wieder verlässliche Partner auf dem Weg zum Col de Paracolls. In nachmittäglicher Hitze kann der Anstieg in der “Höhe” (der Ort liegt nur 282m hoch) eine . . .

Gratwanderungen

Samstag, 23. Juli Nach einer milden Nacht ist es heute bewölkt. Prima. Ich habe einen vierstündigen Aufstieg über 1.000 Höhenmeter zum Col d’Eyne vor mir. Da genieße ich es, mal wieder ohne Kopfbedeckung laufen zu können und nur von der Anstrengung zu schwitzen. Das Vallée d’Eyne erstreckt sich weit nach Südosten hin, begleitet von einem . . .

Über den höchsten Berg der östlichen Pyrenäen

Dienstag, 26. Juli Seit langem mal wieder WLAN. Und damit die Möglichkeit, den Blog zu aktualisieren. Ich bin jetzt in Arles-sur-Tech auf einem Campingplatz. Ein letztes Mal alle Wäsche waschen, nochmal Proviant auffüllen und noch einmal die Füße ein wenig ausruhen, deren Blasen einfach nicht weggehen wollen und das Laufen ein wenig schmerzhaft gestalten. Von . . .

Das Ende des vierten Abschnitts

Montag, 18. Juli Beim Abendessen saß ich mit zwei sehr unterschiedlichen und interessanten Frauen zusammen. Neus (sprich: Nee-uss), eine glühende Katalanin mit einer in die Franco-Ära zurückreichenden tiefsitzenden Verachtung für die Monarchie tat sich mit Englisch etwas schwer, versuchte es der gemeinsamen Unterhaltung zuliebe aber sehr erfolgreich. Wo ihr das Vokabular fehlte, half Domitille, eine . . .

Noch mehr Seen, Wasserfälle – und Andorra

Freitag, 15. Juli Die Vögel zwitschern, es dämmert. Und wie jeden Morgen fläzt sich ein Teufelchen auf meiner Schulter und sagt: “Bleib ruhig noch ein bisschen liegen, es ist so schön warm hier.” Auf der anderen Schulter trippelt ein Engelchen schon nervös von einem Bein aufs andere und sagt: “Komm, steh auf, sonst kommst du . . .

Einsame Berge

Dienstag, 12. Juli Eigentlich gibt es im Refugi Rosta erst um 8:00 Frühstück. Da Salardú nur auf 1.250m Höhe liegt, wäre die Sonne schon da, wenn ich loslaufe. Das passt mir eigentlich nicht, weil es dann schnell zu heiß wird. Dankenswerter Weise hat sich die venezolanische Küchenkraft bereit erklärt, mir das Frühstück schon um 7:30 . . .

Eine Erkenntnis und noch mehr Seen

Freitag, 8. Juli Der Sturm hält die ganze Nacht hindurch an. Mal knattern Fallwinde vom Aneto herunter, mal rauschen Böen von der Seite heran und lassen das Zelt beben und dann – nach einem kurzen Moment scheinbarer Ruhe – heult es vom Tal hoch und lässt die Zeltwände flattern und knallen. Bis zum Morgen hat . . .

Zu heiß, zu nass, zu stürmig

– durch Posets und Maladeta – Jetzt habt ihre lange nichts mehr von mir gehört, aber das liegt natürlich daran, dass die Gegenden, durch die ich laufe, oft so abgelegen sind, dass es selten überhaupt einen Netzzugang gibt, geschweige denn, ein zuverlässiges WiFi. Ich werde die letzten Tage jetzt, da ich mal einen Ruhetag eingelegt . . .

Ins Herz der Pyrenäen

Eins vorweg: Ihr könnt meiner Tour nahezu in Real-Time folgen, der GPS-Tracker macht’s möglich! Klickt oben auf das “P” im Kreis und ihr seht die Karte mit meinem bisherigen Wegverlauf. So, nach der Einleitung wisst ihr natürlich schon, dass es trotz des gefräßigen wie zerstörerischen Zwischenfalls weitergeht: In Gavarnie konnte ich eine neue Isomatte kaufen . . .

Akklimatisation mit Hindernissen

In Gavarnie angekommen, sind alle Zweifel nur noch nächtliche Schatten. Der Ort selber ist zwar nicht schöner als letztes Jahr, aber das Panorama ist über alle Zweifel erhaben. Und der Himmel ist so blau, da kommt nur noch unbändige Lust auf die nächsten Wochen auf. Da ich direkt aus dem Flachland komme, habe ich mir . . .

Vor dem Start

Am Tag der Abreise sind meine Gefühle durchaus zwiespältig. Einerseits freue ich mich natürlich auf tolle Erlebnisse, fantastische Landschaften und darauf, nach rund 500 km zu Fuß schließlich am Mittelmeer anzukommen.Andererseits lasse ich Uta wieder mehrere Wochen alleine, werde ich auch selber immer wieder allein sein. Wird sich das mehr nach Freiheit anfühlen oder mehr . . .

Ausrüstungs-Änderungen

Im Juli geht es an die Fortsetzung meiner Pyrenäen-Überschreitung. Mit den Erfahrungen vom letzten Jahr habe ich ein paar Ausrüstungsgegenstände ausgetauscht, hinzugenommen oder weggelassen. Dabei hatte ich zwei Ziele: noch mehr Gewicht einsparen, weil: je weniger ich tragen muss, desto leichter geht’s. auch im Zelt komfortabler schlafen, weil: je entspannter die Nacht, desto leistungsfähiger der . . .

Gavarnie und Schluss

Mi/Do, 22./23.9. Gavarnie ist kein schöner Ort, vielmehr ein Mix aus wenigen stilvollen (älteren) Gebäuden und vielen unschönen Zweckbauten, die offenbar nur dem Zweck dienen, den Touristen das Geld aus dem Portemonnaie zu locken. Gäbe es den vom Ort aus bereits sichtbaren “Cirque de Gavarnie” nicht, einen grandiosen Talkessel mit seiner 422 Meter hohen “Grande . . .

Back on Track und ein Dreitausender – von Lescun nach Gavarnie

Nach mehreren Tagen ohne Handy-Empfang oder WLAN mal wieder ein Beitrag – dafür umso länger! Di, 14.9. Ich verlasse das Gîte mit einem lachenden und einem weinenden Auge: jeden Tag frische Salate, jeden Tag Wasser und Wein zum Essen: da kann man sich schon dran gewöhnen. Die nächsten Tage gibt es dann wieder keine frischen . . .