Lescun

11. – 13. 9.

Ja, was macht man denn nun in einem 166-Seelen-Dorf (Stand 1.1.2018 lt. Wikipedia), wenn man hier rund vier Tage angebunden ist, die Sonne scheint, die Berge locken und man eigentlich nur auf die Ersatzschuhe wartet? Nun, zuerst einmal, sich in das Unvermeidliche fügen. Als Rheinländer gelingt mir das zum Glück ganz gut.

et es wie et es

Kölsches Grundgesetz, Artikel 1

Denn tatsächlich hätte ich es auch deutlich schlechter treffen können.

et hät och schlimmer kumme könne

Nicht aus dem Kölschen Grundgesetz, aber nah dran an Artikel 3: “Et hätt noh immer joot jejange”

Das Gîte de Pic d’Anie, in dem ich untergekommen bin, wird von einer jungen Familie sehr persönlich geführt. Mein Zimmer ist klein, aber gemütlich und das Essen ist französisch! So gut wie hier habe ich jedenfalls noch auf keiner Alpenvereinshütte gegessen.

Und wenn ich bei einem Espresso vor der Bar mit Blick auf den kleinen Dorfplatz und die umliegenden Gipfel in der Sonne sitze, merke ich mal wieder, wie schön das Leben auch in einfachen Dingen sein kann. Sollte der Espresso nicht reichen, gibt es nebenan in der Epicerie noch eine Tarte Myrtille oder einen Gateaux Basque dazu. Natürlich bin ich auch froh, das ich mein PocketBook dabei habe, auf dem außer den HRP- und GR11-Führern noch diverse andere Bücher vorinstalliert sind. Nicht zu vergessen, arbeite ich natürlich jeden Morgen mit Dehnübungen und Fascienball daran, meinem Gehapparat jegliche Beeinträchtigungen wieder auszutreiben, von Wäsche waschen und Postkarten schreiben mal ganz abgesehen.

Und natürlich kommt auch die Kamera wieder zum Einsatz, sodass ich euch hier auch einen visuellen Eindruck von dem kleinen, aber urgemütlichen Pyrenäen-Bergdorf vermitteln kann:

Für morgen Mittag sind nun übrigens die Ersatzschuhe angekündigt. Und dann geht’s endlich weiter!

4 Replies to “Lescun”

  1. Hallo, Thomas, gestern hatte ich dir einen längeren Beitrag geschickt, dann schoss beim Absenden Reklame dazwischen und schwupps, war mein Beitrag weg, glaube ich jedenfallls. Soeben habe ich dann nach der schwindelerregenden Bilderserie von vorgestern die tollen Dorfdylle-Fotos mit Begeisterung angeguckt. Aber deine Stimmungsbilder und die GeierFotos, unübertroffen! Es macht total viel Spaß, deine Beschreibungen zu lesen, ich fiebere mit dir, dass das Expresspaket bald kommt, damit du weiterlaufen kannst in diesen herrlichen(!) Bergen mit den Wahnsinns-Panoramen. Ich wünsche dir, dass deine Fuß-Behandlungen Erfolg bringen und du danach leichtfüßig deinen Weg fortsetzen kannst. 1000 Dank für deine an- und aufregenden Beiträge und von Herzen Glück mit den Füßen!!! Viele liebe Grüße von
    Christa

    1. Reklame? In meinem Blog? Kann gar nicht sein! Der ist sowas von nicht-kommerziell! Keine Werbung, Keine Sponsoren!
      Allerdings kommt am Ende der Seite eine Standard-Abfrage, ob man den Blog abonnieren will. Sollte die einen bereits geschriebenen Kommentar löschen, wäre das ein heftiger Bug des Plug-Ins! Gib mir auf jeden Fall Bescheid, falls so etwas nochmal passiert! Ansonsten hattest du aber gestern einen Kommentar zum vorherigen Bericht hinterlassen. (Oder war das schon der zweite Versuch?)
      Und im übrigen freue ich mich natürlich, dass Dir auch das virtuelle Mitlaufen Freude bereitet. 😊

  2. Sieht doch so aus, als wenn man es da ein paar Tage aushalten kann. Die Malven sind auch nicht giftig. Wie ist denn der Käse?

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