Dober dan, Slovenija

Why did I want to go to Mureck yesterday? There is another ship mill here. Or better said: again. It was built in 1997, true to the original and functional. It is therefore advertised as “the only floating and functioning mill in Central Europe in traditional construction”. What is so special about it? Ship mills are basically floating mills. Firmly moored to the land, the entire mill technology lies on the “ship”, which is more of a pontoon, perhaps a houseboat. As long as water flows, the mill can grind! And today water flows abundantly on the already wide Mur. Yesterday evening there were still violent thunderstorms – which is why I visit the mill only today – even if only around Mureck. Here it remained with rain-free lightning and thunder spectacles.

The ship mill in Mureck

My last hour in Austria sees me cycling up the Mur to the west. Over there is already Slovenia. By the way, this is a very friendly area. Everyone greets who comes towards you. And there are quite a lot of people coming towards you on a Saturday morning on the Murtal cycle path!

And then: Slovenia. No country sign, no welcome. Only the traffic rules are suddenly displayed. Also no more Eurovelo signs, instead “cycle path no. 1” (which doesn’t last long). Anyway, here the route stored in the navigation system is used again. Unfortunately, the first push distance comes also soon again. The Slovenian part of the Eurovelo is supposed to have an altitude difference of 6,000 metres. If they are all like this one, I won’t come to Croatia this month!

Somewhere between the border and Maribor.

Fortunately they are not. The rest of the day I still have to sweat, but I don’t have to descend anymore. In Maribor I have lunch. I have been hungry again for a long time anyway. In general I slowly develop into a hobbit: I could eat all the time. I’ve lost weight anyway on the tour, probably the reserves are now used up to such an extent that the body demands vehement replenishment! By the way, Slovenia seems to be a cheap travel destination when compared to the comparable currency for bicycle tours: the cappuccino is much cheaper than in Austria. But the prices in the supermarket don’t look much different! Maribor reminds me with its rectangular main place and the plague column somehow of the Bohemian small towns at the upper part of the Elbe, while Austria still lies in between. But here as there once the Habsburgs ruled and possibly also left traces of urban development.

The main square (Glavni trg) with the plague column

Facade at the main square

I now drive through a wide plain – without climbing, yeah! – but towards some higher mountains, over which I probably don’t have to cross. They are the easternmost Karawanken summits, which I circumvent southeast. Today I stay in Slovenska Bistrica, where I am greeted by a martial monument on a small town square: a heroic fighter with a hand grenade in his hand, ready to throw. Somehow I can’t understand some monument ideas with the best will in the world!

The eastern Karavanke Mountains ahead

martial monument in Slovenska Bistrica

Translated with www.DeepL.com/Translator

Total distance: 76.3 km
Max elevation: 348 m
Min elevation: 236 m
Total climbing: 849 m
Total descent: -810 m
Download file: 20180908.gpx

3 Replies to “Dober dan, Slovenija”

  1. Zur Interpretation eines solchen Denkmals müssten verschiedene historische Kontexte betrachtet werden. Zum einen: auf welches historische Ereignis bezieht sich das Denkmal? Eine Recherche im Internet ergibt, dass es sich um den „nationalen Befreiungskrieg“ handelt. Das Denkmal stammt von 1952. Es scheint um einen während des 2. Weltkriegs (vermutlich gegen die deutsche Besatzung) geführten Partisanenkrieg zu gehen (das müsste man aber verifizieren, ich bin kein Experte für die dortige Geschichte). Zum anderen muss man den historischen Kontext betrachten, in dem das Denkmal entstanden ist. In welchem ideologischen Zusammenhang ist das Denkmal geschaffen worden? Hier spielt vermutlich einerseits Nationalismus eine Rolle, andererseits die Ideologie des Tito-Regimes (eventuell auch der Konflikt Titos mit Stalin ab 1950, also eine Übertragung des Freiheitskampf-Motivs auf einen anderen Konflikt? Oder ein Konflikt lokaler slovenischer Politiker mit Tito?). Schließlich wäre der (ideologisch geprägte) Kunststil zu betrachten (vermutlich eine Variante von sozialistischen Realismus, man denke hier auch an die seltsame Innendekoration der Kirche in Thorn). Solche Werke werden ja nicht von frei agierenden Künstlern gestaltet, vermutlich gab es hier einen von der Partei vorgegebenen Stil. Das Ergebnis ist dann meist ein ziemlicher Kitsch. Die Geschichte der Gegend ist komplex. Nationalismen (schon aus der Österreichischen Zeit), Panslawismus, religiöse Konflikte, Sozialismus usw. spielten und spielen eine Rolle. Es gab nach dem Krieg ethnische Säuberungen und Massentötungen. Wurden diese Ereignisse totgeschwiegen oder durch Heroisierung „gerechtfertigt“ und spielt das vielleicht eine Rolle bei der Errichtung des Denkmals? Die Interpretation der Ereignisse ist, auch unter Historikern, umstritten und zum Teil sind die Ereignisse noch nicht wirklich gut erforscht. Es wäre interessant zu erfahren, wie das Ding heute von der dortigen Bevölkerung wahrgenommen wird (falls es nicht gewohnheitsmäßig übersehen wird). Auch da spielen vermutlich verschiedene ideologische Sichtweisen eine Rolle (also noch eine historische Schicht, die der späteren Rezeption und Interpretation). Eine komplexes, vielschichtiges, aber auch gerade deswegen interessantes Gebilde.

    1. Wow, Andreas! Tolle Analyse in der kurzen Zeit! Ich hatte schon einmal unterwegs ein Denkmal, dass ich nicht einsortieren konnte und nicht in den Blog gestellt habe. Ich schicke Dir das Foto mal per E-Mail. Vielleicht hast Du ja auch dazu eine Idee.

      1. Hallo Thomas, Analyse ist wohl übertrieben. Über slovenische Geschichte habe ich ein gesundes Halbwissen. Ich glaube, das Land wurde während des Krieges zwischen Italien, Deutschland und Ungarn aufgeteilt. Die deutschen haben dann die Slovenen in Massen deportiert, um dort Deutsche anzusiedeln. Es gab dann wohl einen Partisanenkampf gegen die Italiener und Deutschen. Nach dem Krieg (oder eigentlich: der Krieg ging dort noch eine Weile weiter) gab es dann ethnische Säuberungen durch die Tito-Truppen. Die Deutschen wurden vertrieben oder umgebracht. Es sind aber auch viele Slovenen getötet worden, vermutlich Antikommunisten oder Separatisten, aber ich weiß es nicht genau. Um die Zusammenhänge genauer zu verstehen, müsste man da mal eine gründliche Recherche machen. Vermutlich ist die Literatur zu dem Thema aber in verschiedenen Richtungen ideologisch gefärbt. Wikipedia und ähnliche Internetquellen sind zu solchen Themen mit äußerster Vorsicht zu genießen, denn da toben natürlich die gleichen ideologischen Kämpfe um die Deutung und Deutungshoheit der Geschichte und außerdem sind da nicht nur Fachhistoriker unterwegs sonder auch Laien, so dass die Qualität von Wikipedia-Artikeln zu solchen Themen oft sehr durchwachsen ist. Ein schwieriges, aber interessantes Terrain. Um dieses Denkmal wirklich angemessen zu deuten, weiß ich nicht genug über die Geschichte der Gegend. Jedenfalls bewegst du dich da in einem Gebiet, in dem einiges passiert ist.

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